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Juli 2011

Tierversuche: Ist 2013 doch nicht Schluss?

Ab 2013, so hat es das Europäische Parlament beschlossen, dürfen keine Kosmetik-Rohstoffe mehr im Tierversuch getestet werden. Tierversuchsgegner fordern, dass dieser Zeitplan eingehalten wird. Wird er eingehalten? Daran bestehen Zweifel, denn das European Commission's Joint Research Centre (JRC) hat vor kurzem bekannt gegeben, dass es noch Jahre dauern könne, bis alternative Testmethoden verfügbar sind. Die Experten, die in der Studie „Report on Alternative (non-animal) methods for cosmetics testing: current status and future prospects – 2010” zu Wort kommen, sind der Meinung, dass bis 2013 für fünf spezifische Teilbereiche keine alternativen Methoden vorliegen werden.

 

USA: Naturkosmetikumsatz bei fünf Milliarden US-Dollar

Nach den Zahlen des britischen Marktforschungsunternehmens Organic Monitor stieg der Umsatz mit Natur- und Bio-Kosmetika in den USA auf über fünf Mrd. US-Dollar. 2017 prognostiziert Organic Monitor, wird der Umsatz acht Mrd. US-Dollar betragen.

 

Fair Trade Wochen in Frankreich

Aus Anlass der Fair Trade Wochen in Frankreich trafen sich Mitte Mai Vertreter der Kosmetikindustrie in Marseille zum Erfahrungsaustausch. Die Experten diskutierten über die Bedeutung des Themas Fair Trade. Ein Ergebnis: Das Verbraucherinteresse wächst, es gibt aber nur wenige kosmetische Produkte mit Fair-Trade-Inhaltsstoffen. Die Tagung in Marseille wurde von der UNIDO (United Nations Industrial Development Organisation) organisiert. Was hinter dem Begriff Fair Trade steckt, zeigten viele Beiträge. So berichtete Valérie Roubaud, CEO von Terre d’Oc, über ein Projekt in Vietnam, das z. B. allen Arbeitern den Zugang zu medizinischer Versorgung bietet.

 

Bio-Obst und Bio-Gemüse helfen bei schweren Krankheiten

Bio-Früchte und Bio-Gemüse können nach Meinung von Forschern der Newcastle University dazu beitragen, schwere Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen zu bekämpfen. Bio-Produkte, haben die Forscher herausgefunden, sind 12% gesünder als konventionelles Obst und Gemüse. Warum? Weil Bio-Obst und Bio-Gemüse mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten als konventionelles Obst und Gemüse.

 

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Mai 2011

FairFish empfiehlt:
Meeresfisch nur einmal im Monat

In seinem März-Newsletter zitierte das WWF-Fischfang-Label MSC zwei Studien aus Großbritannien und Holland: Die Ausgaben der Verbraucher für nachhaltig produzierten Fisch sind 50- bis 150-mal so stark gestiegen wie die Haushaltausgaben insgesamt. Ist es gut, nachhaltig produzierten Fisch zu kaufen? Im Prinzip ja – aber wir essen zu viel davon. Heinzpeter Studer, Fachstellenleiter von fair-fish, kommt im Schweizer Onlineportal Bionetz zu dem Schluss: Der derzeitige Fischkonsum – 17 kg pro Person und Jahr – ist viel zu hoch. Höchstens einmal im Monat eine Fischmahlzeit, sagt Studer – mehr gibt das Meer nicht her.

 

„Wer auf Labels achtet und dabei mehr als einmal im Monat Fisch isst, lügt sich und anderen in die Tasche“, so das Resümee von Heinzpeter Studer. Dies gilt allerdings nur für wildlebende Bestände im Meer, nicht für Fisch von Aquafarmen. www.bionetz.ch

 

USA: Bio-Markt wächst 2010 auf 29 Mrd. US-Dollar

Nach dem Branchenüberblick des US-Biohandelsverbands OTA (Organic Trade Association) ist der Umsatz der Bio-Branche von 3,6 Mrd. US-Dollar im Jahr 1997 auf 29 Mrd. US-Dollar im Jahr 2010 gestiegen. Trotz des größten Wirtschaftsabschwungs seit 80 Jahren konnte der Bio-Sektor neue Mitarbeiter einstellen, weitere Bauernhöfe hinzu gewinnen und das Einkommen steigern. Der Bio-Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um 8 %, der Umsatz im herkömmlichen Lebensmittelsektor nur um 1 %. In den USA gibt es 1,6 Mio. ha Bio-Fläche, die von 14.540 Bio-Bauern und Bio-Ranchern bewirtschaftet werden.

 

Schweizer Bio-Markt legte 2010 um 6 % zu

Mehr als jeder zehnte Bauer (11 %) in der Schweiz arbeitet nach Bio-Richtlinien. Dabei gehörten im vergangenen Jahr 5521 Betriebe dem Verband Bio Suisse an, 392 wirtschafteten nach den staatlichen Bio-Richtlinien. Auch der Bio-Markt entwickelte sich erfreulich: Der Umsatz stieg um 6,1 % auf 1,6 Mrd. Schweizer Franken (1,3 Mrd. EUR).

 

 

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Mai 2010
Greenwashing: Der große Bluff
Verbraucher wünschen sich auf allen Gebieten, auch bei Kosmetik, eine deutlich grünerer, umweltschonendere Zukunft. Leider werden die Weichen bei der Industrie noch längst nicht im notwendigen Maße in Richtung grüne Zukunft gestellt. Aber man kann ja schon mal so tun als ob: per Greenwashing.
Lacht einem von einer Packung Haarfärbemittel fruchtig-frische Aloe Vera entgegegen, erscheint der Inhalt gleich in anderem Licht: Die natürliche Anmutung überlagert die möglicherweise geballte Ladung Haarfärbe-Chemie.
Sich herauspicken, was als positiv empfunden wird und damit vom tatsächlichen Charakter eines Produkts oder Unternehmens abzulenken, gelingt nicht nur mit Hilfe von Bildern. Bei Kosmetik erwecken auch verbale Hinweise wie „mineralisch“, „pflanzlich“ oder „organisch“ den Eindruck, es handle sich um besonders natürliche Produkte.

Verbrauchern mit raffinierten Mitteln Sand in die Augen streuen
Mit welchen Mitteln Verbrauchern eine nicht vorhandene Naturqualität von Kosmetika vorgegaukelt wird, hat die Verbraucherzentrale Hamburg im Dezember 2009 anhand einer schwarzen Liste deutlich gemacht. Sie zeigt, mit welchen Verlockungen gearbeitet wird: Zum Beispiel:

  • mit einem Bio oder dem Wort Natur im Namen – obwohl keine Anforderungen an Natur- oder Biokosmetik erfüllt werden.
  • mit großflächige Abbildungen oder Bezeichnungen, die auf Natur- oder Biokosmetik schließen lassen – obwohl keine Anforderungen an Naturkosmetik erfüllt werden.
  • mit übertriebenen Hinweisen auf natürliche Bestandteile – obwohl nur wenig Natürliches in dem Produkt enthalten ist.

Wie Greenwashing funktioniert, zeigt das Beispiel „Garnier: Deodorant mineral“ (Hammer des Monats).

 

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April 2010
Körperfett kann auch gesund sein...
NewsNach Meinung britischer Wissenschaftler ist ein dickes Hinterteil gut für die Gesundheit. Warum das so ist, steht in einer neuen Studie, die im International Journal of Obesity erschienen ist. Nach dieser Studie kommt es beim Fett auf die Verteilung an: Fett an Po und Hüfte kann nach den Untersuchungen der britischen Wissenschaftler der Universität Oxford sogar vor Krankheiten wie vor Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Bauchfett ist aber leider ganz, ganz schlecht, denn Bauchfett kann schädliche Fettsäuren abgeben und Moleküle namens Zytokin in den Körper schicken, die Entzündungen hervorrufen können.
Dass die Verteilung des Körperfetts eine Rolle für die Gesundheit spielt, ist schon länger bekannt. Dass Fett auch gesundheitsförderlich ist – diese Erkenntnis ist neu. Es ist aber eine recht theoretische Erkenntnis, denn leider ist es in der Praxis kaum möglich, Fett an Beinen und Hüften anzusammeln – ohne dass sich das Fett auch am Bauch festsetzt. Da dieses Bauchfett gesundheitsbelastend ist, führt weiterhin kein Weg daran vorbei, es mit viel Disziplin wegzutrainieren.

 





 

 

 

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