Wie dieser Produktvergleich zeigt, lohnt es sich, auf Unterschiede zu achten. Das gilt für beide Gruppen von Produkten: Für Sonnenschutzmittel, die als Natur- und Bio-Kosmetik zertifiziert sind, wie auch für konventionelle Sonnenschutzprodukte mit chemischem Lichtschutz.
Sonnengenuss ohne Reue – wer wünschte sich das nicht? Für die Haut ist die Sonne jedoch Freund und Feind zugleich. Richtig und in Maßen genossen, stimuliert sie Körper und Seele. Übertriebenen Sonnengenuss quittiert sie gnadenlos: Die Haut altert vorzeitig, und im schlimmsten Fall ist Hautkrebs der Preis für die Lust auf einen tiefbraunen Teint. Hinweise zum richtigen Umgang mit Sonne & Sonnenschutzmitteln finden Sie im Anschluss an den Produktvergleich.
UVA-Schutz: Neue Regelungen
Wer sich sonnt, setzt sich kurzwelligen ultravioletten B-Strahlen und langwelligen ultravioletten A-Strahlen aus. Der bisherige Lichtschutzfaktor bezog sich nur auf den Schutz vor UVB-Strahlung. Nach einer Empfehlung der EU sollen Sonnenschutzprodukte nun auch einen gewissen UVA-Schutz bieten.
Lichtschutzfilter: chemischer und physikalischer Lichtschutz
In konventionellen Sonnenschutzprodukten werden fast durchweg chemische Lichtschutzfilter eingesetzt (UVA-Filter, UVB-Filter bzw. Breitbandfilter gegen UVA- und gegen UVB-Strahlung).
Solche Lichtschutzfilter liegen nicht wie eine abschirmende Decksubstanz zwischen Haut und Strahlung, sondern wirken durch Reaktionen auf und mit der Haut. Diese Prozesse sind der Grund für ihre oft nicht unerheblichen Nebenwirkungen.
In zertifizierten Naturkometikprodukten wird ausschließlich mit pysikalischem Lichtschutz gearbeitet. Er besteht aus Pigmenten, die das Sonnenlicht reflektieren und streuen. In geringem Maße werden die Strahlen auch absorbiert. Als physikalische Lichtschutzsubstanzen werden in der Regel Titandioxid (INCI: Titanium Dioxide) und Zinkoxid (INCI: Zinc Oxide) verwendet.
Diese Art Lichtschutz hat zwei entscheidende Vorteile: Er hat nicht die Nebenwirkungen, die synthetische Lichtschutzfilter haben können, und er ist keine Belastung für die Umwelt.
Synthetische Lichtschutzfilter sind eine Mehrfachbelastung
In zertifizierter Natur- und Bio-Kosmetik werden pflanzliche oder tierische Öle bzw. Fette, Proteine (z. B. aus Seide oder Weizen) oder Fruchtwachse (aus Apfelschale) eingesetzt. Neuere interessante Rohstoffe für Haarpflege und -stylingprodukte sind spezielle Aminosäuren und Aminosäureverbindungen.
Zugelassen sind nach der Kosmetikverordnung nur eine bestimmte Anzahl von Mitteln, und für jedes einzelne sind Höchstmengen vorgeschrieben.
Zahlreiche Lichtschutzfilter haben ein beachtliches Problempotential, denn die Filterfunktion beruht darauf, dass Moleküle einen bestimmten Wellenbereich aufnehmen. Das geht nicht spurlos an ihnen vorbei: Sie werden dadurch verändert. Es können neue Molekülverbindungen entstehen, die ein stark allergisierendes Potential haben oder zu phototoxischen Reaktionen führen, also durch Licht oder durch hauteigene Enzyme instabil werden.
In einer Studie des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich wurde zudem ermittelt, dass synthetische Lichtschutzfilter im Labortest wie Östrogene reagierten.
Bereits 2003 legten Margret Schlumpf, W. Lichtensteiger und H. Frei (Hrsg.) mit ihrem Buch »Kosmetika, Wirkungen und Umweltverhalten von synthetischen Parfümstoffen und UV-Filtern« (Verlag Kind und Umwelt, 2003) umfangreiche Untersuchungen zu den Auswirkungen des massenhaften Einsatzes von synthetischen Lichtschutzfiltern vor. Danach sind wir ihnen gleich doppelt ausgesetzt – über die Haut und über die Nahrungskette, „da diese zumeist fettfreundlichen Verbindungen sich in fetthaltigen Nahrungsmittel, z. B. in Fischen und in der Humanmilch, anreichern.“
Die Kosmetikindustrie hat viele Jahre lang die Kritik an synthetischen Lichtschutzfiltern als unbegründet zurückgewiesen. Indirekt hat sie die Kritik aber inzwischen bestätigt. Eine Reihe von Lichtschutzfiltern werden heute nicht mehr eingesetzt. Allerdings sind einige auch gar nicht mehr erlaubt. Gegen synthetische Lichtsschutzfilter spricht aber nach wie vor ihr Wirkungsprinzip und die Tatsache, dass nach wie vor umweltbelastende und umweltgefährdende Filter eingesetzt werden.
Korallensterben durch Lichtschutzfilter
Eine erschreckende Schadensdimension beschreiben neue Untersuchungen von Meeresbiologen, die Anfang 2008 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die Wissenschaftler der Polytechnischen Universität in Ancona, Italien, kommen zu einem klaren Schluss: Sonnencremes mit synthetischen Lichtschutzfiltern gefährden weltweit die Korallenriffe. Den Anstoß zur Untersuchung der Auswirkungen von Sonnenschutzmitteln gaben Beobachtungen in Mexiko: In den abgeschlossenen Meerespools vor der Halbinsel Yucatan, die stark von Urlaubern frequentiert sind, kam es zu einer hohen Mortalität aller Lebewesen.
Die Wissenschaftler der Universität Ancona wurden in der ganzen Welt aktiv, im Atlantik, im Indischen und im Pazifischen Ozean und im Roten Meer. Ihre Ergebnisse sind alarmierend. Danach führen schon 10 Mikroliter Sonnencreme auf einen Liter Meerwasser dazu, dass Korallen innerhalb von nur vier Tagen komplett ihre Farbe verlieren und bleich werden. Als besonders problematisch werden die chemischen Lichtschutzfilter Ethylhexyl Methoxycinnamate, Benzophenone-3 und -4 sowie Methylbenzylidene Camphor eingeschätzt. Alles Lichtschutzfilter, die auch wegen ihrer hormonellen Wirkung unter Verdacht stehen. Die abschließende Schlussforgerung der Wissenschaftler: Sonnenschutzmittel tragen weltweit in beträchtlichem Ausmaß zur Zerstörung wichtiger und wunderbarer Ökosyteme bei. Experten erwarten, dass die Zahl der Korallenriffe deutlich abnehmen wird. Bei Sonnenschutzmitteln gegenzusteueren, wäre allein schon aus diesem Grund dringend geboten.
Die Lichtschutz-Kategorisierung
Basis (low)
LSF 6 und 10
Mittel (medium)
LSF 15, 20 und 25
Hoch (high)
LSF 30 und 50
Sehr hoch (very high)
LSF 50+
Warum ein hoher Faktor wenig bringt
Ist ein Faktor 15 ein unzureichender Lichtschutz? Er ist es nicht. Leider hat die EU auch bei ihrer neuen Empfehlung dem Spiel mit den Zahlen keinen Riegel vorgeschoben. Gegengesteuert wurde nur bei Exzessen wie Lichtschutzfaktoren von bis zu 100.
Produkte mit sehr hohen Lichtschutzfaktoren sind teuer – und bringen wenig. Alles über Faktor 20 macht in der Schutzwirkung kaum mehr einen Unterschied. So liegt die Schutzwirkung bei einem Faktor 15 bei 93,3 % UVB-Schutz, beim Faktor 20 bei 96 %, beim Faktor 30 bei 97,4 % und beim Faktor 40 bei 97,5 % UVB-Schutz.
Bei den Abstufungen zwischen einem Lichtschutzfaktor 15 und einem Faktor 50+ bewegt man sich also bei den sechs Kategorien über Faktor 15 (20, 25, 30, 40, 50 und 50+) innerhalb einer Spanne von nur 6,7% mehr Wirkung. Macht durchschnittlich 1% mehr pro höherem Faktor. Noch enger wird es ab Faktor 40 bis 50+. Da landet man im 0,x-Prozent-Bereich pro höherem Faktor.
Prof. Dr. med. Eckard Breitbart, Leiter des Dermatologischen Zentrums Buxtehude und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention: „Dass die Lichtschutzfaktoren gestiegen sind, hat einen psychologischen Grund, der ökonomisch ausgenutzt wird“ (www.aerzteblatt-studieren.de). Die Verwendung von Präparaten mit einem Lichtschutzfaktor über 20 sind nach Breitbarts Ansicht nicht sinnvoll.
Dieser Ansicht schließt sich die Europäische Kommission der EU in ihrer Empfehlung von 2006 sogar an, wenn sie feststellt: „Die Erhöhung des Schutzniveaus von einer Zahl zur nächsten ist unerheblich – insbesondere im oberen Bereich. Ein Mittel mit Lichtschutzfaktor 15 absorbiert 93% der UVB-Strahlung, und ein Produkt mit Lichtschutzfaktor 30 absorbiert 97% der UVB-Strahlung. Schließlich erhöhen Lichtschutzfaktoren über 50 den Schutz vor UV-Strahlen nicht wesentlich.“ Abgeschafft wurden Faktoren, die nichts mehr bringen, bislang dennoch nicht. Sie bringen ja auch was: Gutes Geld für die Hersteller.
Hinweise zum richtigen Umgang mit Sonne & Sonnenschutzmitteln finden Sie im Anschluss an den Produktvergleich.
Sante: Soleil Sun Lotion Sensitive FPS 20
Zertifizierung: BDIH, NaTrue Cosmétique Bio (***)
100 ml 12,95 €
INCI
Aqua (Water)
Silica
Alcohol*
Titanium Dioxide (LSF)
Zink Oxide (LSF)
Glycine Soja (Soybean) Oil*
Aloe Barbadensis Leaf Juice*
Olea Europaea (Olive) Fruit Oil*
Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil*
Lysolecithin
Glycerin
Prunus Amygdalis Dulcis (Sweet Almond) Oil*
Magnesium Aluminium Silicate
Brassica Oleracea Italica (Broccoli) Seed Oil*
Polyglyceryl- 3 Stearate
Xanthan Gum
Cetearyl Alcohol*
Cetearyl Glucoside
Sodium Lactate
Dipotassium Glycyrrhizate
Lycium Barbarum Fruit Extract*
Hydrogenated Palm Glycerides
Ascorbyl Palmitate
Lecithin
Tocopherol
Helianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil
Beta-Carotene
Hydrogenated Palm Glycerides Citrate
PCA Ethyl Cocoyl Arginate
Parfum
* aus biologischem Anbau
Lichtschutzfilter
Der Lichtschutz besteht aus den mineralischen Lichtschutzfiltern Titandioxid und Zinkoxid. Nach Herstellerangabe: Frei von Nanotechnologie gemäß Definition der EU-Kosmetikverordnung.
Offizielles UVA-Zeichen
Ja.
Grundlage / weitere Wirkstoffe
Die Basis dieser Lotion besteht aus besten Hautpflegeölen und Pflanzenextrakten wie Olivenöl, Jojoba-, Soja-, Mandel- und Brokkolisamenöl, einem Wirkstoff aus der Süßholzwurzel und Gojibeeren-Extrakt. Als weitere Wirkstoffzutaten werden feuchtigkeitsspendendes Glycerin und das Feuchthaltemittel Sodium Lactate eingesetzt. Von besonderer Wohltat für die Haut ist der gute Anteil Aloe-Vera-Saft (5%).
• Der hohe Anteil echter Pflanzenöle summiert sich mit den übrigen Wirkstoffzutaten zu einem spezifischen Schutz der Haut vor UV-Stress und bewahrt sie vor dem Austrocknen. Silica (mineralische Kieselerde) ist das Material, das die mineralischen Lichtschutzpartikel umhüllt.
• Da das Produkt nach NaTrue als Bio-Kosmetik zertifiziert ist, dürfen nur 15% der Zutaten aus chemisch veränderter Natur bestehen. Diese 15-Prozent-Regelung zwingt dazu, viel authetische Natur wie echte Pflanzenöle (mit ihrem breiten Wirkstoffspektrum) einzusetzen. 95% (ohne Wasser) dieser echten Naturzutaten müssen aus biologischem Anbau stammen. Darum ist es auch um die Bio-Qualität des Produkts bestens bestellt (siehe unten).
Konservierung
Das Produkt ist frei von synthetischen Konservierungsmitteln.
Bio-Qualität
Nach Herstellerangaben werden allein 20% Pflanzenöle in Bio-Qualiät eingesetzt (Bio-Oliven-, Bio-Jojoba-, Bio-Mandel-, Bio-Brokkolisamenöl, Bio-Sojaöl). Dazu kommen 5% Bio-Aloe-Vera-Saft sowie Bio-Gojibeeren-Extrakt und Bio-Alkohol.
Lavera: Neutral Sonnenmilch LSF 20
Zertifizierung: Kontrollierte Naturkosmetik BDIH
50 ml 9,95 € - 100 ml 19,90 €
INCI
Aqua
Glycine Soja Oil *
Zinc Oxide (LSF)
Polyglyceryl-3 Ricinoleate
Titanium Dioxide (LSF)
Glycerin
Alcohol*
Tricaprylin
Canola Oil
Glyceryl Oleate
Helianthus Annuus Seed Oil*
Prunus Amygdalus Dulcis Oil*
Simmondsia Chinensis Oil*
Tocopheryl Acetate
Hydrogenated Castor Oil
Glucose Glutamate
Oenothera Biennis Oil*
Dipotassium Glycyrrhizate
Hippophae Rhamnoides Extract*
Tocopherol
Stearic Acid
Alumina
Betaglucan
Aloe Barbadensis Gel*
Ascorbyl Palmitate
* aus biologischem Anbau
Lichtschutzfilter
Der Lichtschutz besteht aus den mineralischen Lichtschutzfiltern Zinkoxid und Titandioxid.
Offizielles UVA-Zeichen
Ja.
Grundlage / weitere Wirkstoffe
Dieses Produkt wird für besonders sensible Haut empfohlen. Es ist z. B. frei von Duftstoffen.
• Die Hauptzutat nach Wasser ist Sojaöl. Dazu kommen weitere hautpflegende und -schützende Zutaten wie der Feuchtigkeitspendender Glycerin und ein Feuchtigkeitsspender auf Zuckerbasis (Glucose Glutamate), Canolaöl, Sonnenblumenöl, Mandelöl, Jojobaöl und Nachtkerzenöl. Außerdem: Vitamin E, ein Wirkstoff aus der Süßholzwurzel, Sanddornextrakt, ein Hefe-Wirkstoff und Aloe Vera.
Konservierung
Das Produkt ist frei von synthetischen Konservierungsmitteln.
Bio-Qualität
Bio-Sojaöl, Bio-Alkohol, Bio-Sonnenblumenöl, Bio-Mandeöl-, Bio-Jojobaöl, Bio-Nachtkerzenöl, Bio-Sanddornextrakt und Bio-Aloe-Vera.
Living Nature: Tagescreme SPF 15
Zertifizierung: keine
100 ml 42,00 €
INCI
Aqua
Zinc Oxide (LSF)
Simmondsia Chinensis Oil*
Cetearyl Wheatstraw Glycosides (and)
Cetearyl Alcohol
Persea Gratissima Oil
Sclerotium Gum
Citrus grandis Seed Extract
Phormium Tenax Leaf Juice
Mel
Citrus Aurantium Amara Oil
Pogostemon Cablin Oil
Cistus Ladaniferus Oil
Tocopherol
Leptospermum Scoparium Oil
Melaleuca Alternifolia Oil
Totarol
Backhousia Citriodora Oil
Limonene
Eugenol
Linalool
Citronellol
* aus biologischem Anbau
Quelle Incis: www.natuerliche-pflege.de
Lichtschutzfilter
Der Lichtschutz besteht aus dem mineralischen Lichtschutzfilter Zinkoxid.
Offizielles UVA-Zeichen
Nein.
Grundlage / weitere Wirkstoffe
Der Hersteller (aus Neuseeland) empfiehlt diese Creme als zusätzliche Sonnenschutz-Tagescreme. Sie besteht zum allergrößten Teil aus reinen Naturstoffen. Ausnahmen sind nur Cetearyl Wheatstraw Glycosides und Cetearyl Alcohol (naturbasierter Emulgator bzw. Hautpflegemittel/Konsistenzgeber).
• Das Hauptöl ist Jojobaöl. Dazu kommen Avocadoöl, das Hilfsmittel Sclerotium Gum, Grapefruitsamenextrakt, ein hautschützender Extrakt aus einer neuseeländischen Heilpflanze, Honig und einige ätherische Öle (Bitterorange, Patschuli, Teebaum, Zitronenmyrthenöl).
• Das Produkt hat einen stolzen Preis.
Konservierung
Das Produkt ist frei von synthetischen Konservierungsmitteln.
bis Bio-Qualität
In Bio-Qualiät wird das Hauptöl (Jojobaöl) eingesetzt.
Melvita Prosun: Sonnencreme LSF 20
Zertifizierung: Cosmétique Bio Charte Cosmebio
75 ml 21,90 € - 100 ml 29,20 €
INCI
Caprylic/Capric Triglyceride
Citrus Aurantium Dulcis Fruit Water (Orange) Fruit Water*
Zinc Oxide (LSF)
Helianthus Annuus Seed Oil (Sunflower) Seed Oil*
Titanium Dioxide (LSF)
Aqua/Water
Polyglyceryl-2 Dipolyhydroxystearate
Glyceryl Isostearate
Polyglyceryl-3 Diisostearate
Silica
Alumina
Stearic Acid
Glycerin
Benzyl Alcohol, C
Polyhydroxystearic Acid
Pongamol
Magnesium Sulfate
Parfum /Fragrance
Adansonia Digitata Seed Oil
Bertholletia Excelsa Seed Oil
Passiflora Edulis Seed Oil
Tocopherol
Dehydroacetic Acid, C
Sodium Phytate
Linalool
Passiflora Incarnata Seed Oil
Citronellol
Limonene
Alcohol
* aus biologischem Anbau
Lichtschutzfilter
Der Lichtschutz besteht aus den mineralischen Lichtschutzfiltern Zinkoxid und Titandioxid. Nach Herstellerangaben ohne Nanopartikel.
Offizielles UVA-Zeichen
Ja.
bis Grundlage / weitere Wirkstoffe
Das Hauptöl ist kein authentisches Pflanzenöl, sondern ein Esteröl. Dem folgen (außer den Lichtschutzfiltern) ein Pflanzenwasser, Sonnenblumenöl, drei emulgierende Substanzen, zwei Hilfsstoffe, ein weiterer Emulgator und feuchtigkeitsspendendes Glycerin.
• In der unteren Hälfte der INCI-Liste sind an Wirkstoffen auszumachen: Pongamol (aus Karanja-Öl isoliert) als hautschützender Wirkstoff, etwas Baobab-, Paranussöl und Passionsblumenöl. Das sind gute Wirkstofföle, aber leider wurde bei den Basisölen auf ein Esteröl gesetzt und nicht auf den vollen Wirkstoffreichtum echter Pflanzenöle.
• Auch dieses Produkt hat einen stolzen Preis.
Konservierung
Konserviert mit Benzyl Alkohol und Dehydroacetic Acid.
Bio-Qualität
Nach Herstellerangaben stammen 32% der Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau. Die Bio-Qualität des Produkts beruht aber leider in der Hauptsache auf einem Pflanzenwasser (an 2. Stelle der INCI-Liste). So ein Pflanzenwasser besteht vor allem auf Wasser. Dazu kommt nur noch das Sonnenblumenöl.
Phyt’s Solaire: Crème Protection Moyenne (SPF 15)
Zertifizierung: Cosmétique Bio Charte Cosmebio
100 g 27,20 €
INCI
Zinc Oxide (LSF) (and)
Caprylic/Capric Triglyceride
Aqua (Water)
Cetearyl Alkohol
Cocoglucoside
Sesamum Indicum (Sesame) Seed Oil*
Glycerin
C12-14 Alcohol (and)
C12-20 Alkyl Glucoside
Elaeis Guineensis (Palm Kernel) Oil*
Argania Spinosa (Argan Kernel) Oil*
Titanium Dioxide (LSF)
Butyrospermum Parkii (Shea Butter)*
Lavandula Latifolia (Lavender) Oil*
Cananga Odorata (Ylang Ylang) Flower Oil*
Aniba Rosaeodora (Rosewood) Oil*
Tocopherol
Citric Acid
Xanthan Gum
Isoeugenol
Benzyl Benzoate
Benzyl Salicylate
Eugenol
Farnesol
Geraniol
Limonene
Linalool
* aus biologischem Anbau
Lichtschutzfilter
Der Lichtschutz besteht aus den mineralischen Lichtschutzfiltern Zinkoxid und Titandioxid.
Offizielles UVA-Zeichen
Nein.
bis Grundlage / weitere Wirkstoffe
Nach der Position in der INCI-Liste (an 2. Stelle) ist das Hauptöl kein echtes Pflanzenöl, sondern ein Esteröl. Dazu kommen Bio-Sesam-, Bio-Palmkern-, Bio-Arganöl und etwas Bio-Sheabutter. Eine weitere Wirkstoffzutat ist feuchtigkeitsspendendes Glycerin.
• Die 3 ätherischen Öle unter der Position Shea-Butter werden normalerweise unter der Bezeichnung Parfüm zusammengefasst.
• Dieses Produkt gehört zu den recht teuren Sonnenschutzmitteln.
Konservierung
Das Produkt ist frei von synthetischen Konservierungsmitteln.
bis Bio-Qualität
4 Zutaten der Basis werden in Bio-Qualität eingesetzt (Bio-Sesam-, Bio-Palmkern-, Bio-Aganöl und Bio-Sheabutter). Dazu die kommen die drei ätherischen Öle der Parfümierung.
• 100% des ingrédients végétaux sont issus de l’agriculture biologique ist auf dem Produkt zu lesen. Inhaltlich ist die Aussage korrekt, ärgerlich sind solche Hinweise dennoch.
• Wie sehr sie zu falschen Schlüssen verleiten können, zeigt die 2. Zahl: 10% du total des ingrédients sont issus de l’agriculture biologique. Damit liegt das Produkt an der untersten Grenze für ein Zertifizierung als Cosmétique Bio Charte Cosmebio. Positiv zu bewerten ist jedoch, dass es sich bei diesen 10% um Pflanzenöle handelt und nicht um wasserlastige Zutaten wie Pflanzenwasser.
Kibio: Fluid Protecteur Visage LSF 30
Zertifizierung: Cosmétique Bio Charte Cosmebio
40 ml 10,90 € - 100 ml 27,25 €
INCI
Caprylic Capric Triglyceride
Dicaprylyl Carbonate
Aqua
Titanium Dioxide (LSF)
Lippia Citiodora Flower Water*
Cocos Nucifera Oil*
Glycerin
Polyglyceryl-2 Dipolyhydroxystearate
Zinc Oxide (LSF)
Alcohol*
Polyglyceryl-3 Diisostearate
Alumina
Stearic Acid
Butyrospermum Parkii Butter*
Calophyllum Inophyllum Seed Oil*
Maris Sal
Benzyl Alcohol, C
Vanilla Plantifolia Fruit Extract*
Potassium Sorbate, C
Tocopherol
Citric Acid
Sodium Benzoate
Aroma
Helianthus Annuus Seed Oil
CI 77491
CI 77492
* aus biologischem Anbau
Lichtschutzfilter
Der Lichtschutz besteht aus den mineralischen Lichtschutzfiltern Zinkoxid und Titandioxid.
Offizielles UVA-Zeichen
Nein.
Grundlage / weitere Wirkstoffe
Die Hauptöle sind zwei synthetische Esteröle. Die Basis-Emulsion aus Wasser, Pflanzenwasser, Esterölen und naturbasierten Emulgatoren enthält an echten Pflanzenölen nur Kokosöl und ein wenig Sheabutter. Dazu kommen als weitere Wirkstoffzutaten Glycerin als Feuchtigkeitsspender und hautschützendes Tamanu-Öl.
• Mit über 27 € für 100 ml ebenfalls ein recht teures Produkt.
Konservierung
Konserviert mit Potassium Sorbate und Benzyl Alkohol.
Bio-Qualität
22,2% der Inhaltsstoffe stammen aus biologischem Anbau. Die Hauptrolle spielt jedoch das Pflanzenwasser an 5. Stelle der INCI-Liste, das vor allem aus Wasser besteht. Dazu kommen einige Prozent Kokosöl, Bio-Alkohol, Bio-Sheabutter, Tamanu-Öl und Bio-Vanille.
Bioregena Soleil: High Range protection LSF 40
Zertifizierung: Cosmétique Bio Charte Cosmebio
40 ml 16,90 € - 100 ml 42,25 €
INCI
Aqua
Caprylic Capric Triglyceride
Hamamelis Virginiana Aqua*
Titanium Dioxide (LSF)
Zinc Oxide (LSF)
Glycerin
Dicaprylyl Carbonate
Decyl Olive Esters
Sorbitan Isostearate
Polyglyceryl-3 Ricinoleate
Pongamia Glabra Seed Oil
Polyhydroxystearic Acid
Alumina
Aluminium Stearate
Candelilla Cera
Pongamol
Benzyl Alcohol, C
Squalane
Xanthan Gum
Melaleuca Quinquenervia Oil*
Cananga Odorata Oil*
Dehydroacetic Acid, C
Isostearic Acid
Limonene
Linalool
Benzyl Benzoate
Benzyl Salicylate
Farnesol
Geraniol
* aus biologischem Anbau
Lichtschutzfilter
Der Lichtschutz besteht aus den mineralischen Lichtschutzfiltern Titandioxid und Zinkoxid.
Offizielles UVA-Zeichen
Nein.
Grundlage / weitere Wirkstoffe
Das Hauptöl ist kein echtes Pflanzenöl, sondern ein Esteröl. Dazu kommen zwei weitere Esteröle und Glycerin als Feuchtigkeitsspender.
• Die einzigen echten Naturzutaten sind bei den Ölen Karanjaöl und die beiden ätherischen Öle der Parfümierung.
• Pongamol (an 16. Stelle der INCI-Liste) ist ein aus Karanjaöl isolierter Wirkstoff. Um tatsächlich einen UV-Schutz zu bieten, müsste er in einer großen Menge eingesetzt werden. In der Regel wird Pongamol als werbewirksamer Zusatz-Wirkstoff eingesetzt. Die Lichtschutzwirkung erbringen auch bei diesem Produkt die mineralischen Lichtschutzsubstanzen Titandioxid und Zinkoxid (an 4. und 5. Stelle der INCI-Liste). Aluminium Stearate ist ein häufiges Coating für Titandioxid. Es gehört zu den Metallsalzen. Die sind zwar sind nicht schädlich für die Haut, sind aber für Natur- und Bio-Kosmetik durchaus verzichtbar.
• Der Preis für dieses Produkt ist extrem hoch.
Konservierung
Konserviert mit Benzyl Alcohol und Dehydroacetic Acid.
bis Bio-Qualität
Mit 10,18% Bioanteil liegt das Produkt ganz knapp über dem Minimum für eine Zertifizierung als „Cosmétique Bio Charte Cosmebio“. Der Löwenanteil entfällt auch noch eine wasserlasstige Zutat: das Hamameliswasser (an 3. Stelle der INCI-Liste). Dazu kommen nur noch die beiden ätherischen Öle der Parfümierung.
Rossmann: Sun Ozon Sonnencreme sensitiv LSF 30
Zertifizierung: nicht zertifiziert
100 ml 3,55 €
Der Lichtschutz besteht aus 3 synthetischen Lichtschutzfiltern und mineralischem Titiandioxid.
Offizielles UVA-Zeichen
Ja.
Grundlage / weitere Wirkstoffe
Die Basiszutaten: C12-15 Alkyl Benzoate ist ein Spreitmittel (damit sich die Creme gut auf der Haut verteilt). Ihm folgen feuchtigkeitsspendendes Glycerin und als weitere Wirkstoffe die hautschützenden Zutaten Panthenol/Provitamin B5 und Tocopheryl Acetate/Vitamin E.
• Die eingesetzten Öle sind Silikonöle. Es werden keine ethoxilierten Rohstoffe wie PEGs eingesetzt. Enthalten ist aber das sehr umweltbelastende EDTA.
• Für ein konventionelles Produkt von guter Qualität – zu einem günstigen Preis.
Konservierung
Es werden keine synthetischen Konservierungsmittel eingesetzt.
Bio-Qualität
Keine.
La Roche-Posay: Anthelios LSF 30 Zartschmelzende Creme
Zertifizierung: nicht zertifiziert
50 ml 10,99 € - 100 ml 21,98 €
Der Lichtschutz besteht aus 8 synthetischen Lichtschutzfiltern. Die Haupt-Lichtschutzfilter sind ein als befriedigend einzustufender synthetischer Lichtschutzfilter und das mineralische Titandioxid.
Offizielles UVA-Zeichen
Ja.
Grundlage / weitere Wirkstoffe
Die Basiszutaten: C12-15 Alkyl Benzoate ist ein Spreitmittel (damit sich die Creme gut auf der Haut verteilt). Ihm folgen feuchtigkeitsspendendes Glycerin, ein Silikonöl, denaturierter Alkohol und das synthetische Befeuchtungsmittel Pentylene Glycol.
• Dimethicone (Silikon) und das Mineralöl Petrolatum sind weitere Ölzutaten. Auf ethoxilierte Emulgatoren wurde weitestgehend verzichtet.
• Leider werden auch Disodium EDTA (sehr umweltbelastend) und Triethanolamine eingesetzt. Triethanolamine gehört zu den Rohstoffen, die gefährliche Nitrosamine bilden können.
Konservierung
Enthalten ist das konservierende Mittel Phenoxyethanol.
Bio-Qualität
Keine.
Avène: Haute Protection Crème SPF 30
Zertifizierung: nicht zertifiziert
50 ml 10,99 € - 100 ml 21,98 €
Leider steht bei diesem Produkt ein Lichtschutzfilter an der Spitze der insgesamt drei synthetischen Lichtschutzfilter, der zu denen gehört, die unter dem Verdacht stehen, eine leicht hormonelle Wirkung zu entwickeln.
• Dieses Ethylhexyl Methoxycinnamate wird auch in der Studie der italienischen Wissenschaftler genannt und ist danach mitverantwortlich für das Korallensterben. Wie andere Produkte zeigen, kann sehr wohl auf diesen Lichtschutzfilter verzichtet werden.
Offizielles UVA-Zeichen
Ja.
Grundlage / weitere Wirkstoffe
Die Hauptzutaten nach dem 1. Lichtschutzfilter sind der Feuchtigkeitsspender Glycerin, ein Silikonöl und das Öl Ethylhexyl Palmitate. Die Emulgatoren sind positiv zu bewerten. Ab Disodium EDTA (sehr umweltbelastend) folgen eigentlich nur Hilfsstoffe, darunter die Konservierungsmittel.
Konservierung
Die Konservierung besteht aus Phenoxyethanol und fünf Parabenen.
Bio-Qualität
Keine.
Nivea Sun: Spray Protecteur Hydratant LSF 30
Zertifizierung: nicht zertifiziert
200 ml 12,53 € - 100 ml 6,26 €
Der Lichtschutz besteht aus 5 synthetischen Lichtschutzfiltern.
Offizielles UVA-Zeichen
Ja.
bis Grundlage / weitere Wirkstoffe
Feuchtigkeitsspender gehören zu den Hauptzutaten der Basis. Denaturierter Alkohol, ein als gut zu bewertender Emulgator mit hautpflegender Qualität, ein ethoxilierter Emulgator (Ceteareth-20), das synthetische Lösungsmittel Methylpropanediol, hautschützendes Vitamin E und zwei synthetische Filmbildner sind die weiteren Zutaten. • Ab Trisodium EDTA folgen nur noch konservierende Mittel und Bestandteile von Duftstoffen, darunter zwei mit erhöhtem Allergiepotential.
Konservierung
Die Konservierung besteht aus Phenoxyethanol und zwei Parabenen.
Bio-Qualität
Keine.
Soleil Biafine: Haute Protection Crème SPF 30
Zertifizierung: nicht zertifiziert
50 ml 10,99 € - 100 ml 21,98 €
Der Lichtschutz besteht aus 5 synthetischen Lichtschutzfiltern.
Offizielles UVA-Zeichen
Ja.
Grundlage / weitere Wirkstoffe
An Wirkstoffen sind außer den Lichtschutzfiltern nur Feuchtigkeitsspender enthalten (das synthetische Butylene Glycol und Glycerin). Dazu kommt ein Pflanzenextrakt. Die Hauptzutat nach Wasser ist ein Spreitmittel.
• Zahlreiche Basiszutaten sind umweltbelastende Chemie wie Silikone, Acrylate und das sehr umweltbelastende Disodium EDTA.
• Teil der Rezeptur sind auch drei ethoxilierte Inhaltsstoffe (PEG’s) und ein hartes Tensid (Sodium Dodecylbenzenesulfonate), das sonst kaum in Kosmetik vorkommt.
Konservierung
Konserviert mit Phenoxyethanol und Methylparaben.
Bio-Qualität
Keine.
Auchan: Lait Solaire très haute protection IP50+
Zertifizierung: nicht zertifiziert
200 ml 10,45 € - 100 ml 5,22 €
Auch dieses Produkt enthält den Lichtschutzfilter Ethylhexyl Methoxycinnamate. Er steht unter dem Verdacht, eine leicht hormonelle Wirkung zu entwickeln.
• Ethylhexyl Methoxycinnamate wird auch in der Studie der italienischen Wissenschaftler genannt und ist danach mitverantwortlich für das Korallensterben. Insgesamt werden sieben synthetische Lichtschutzfilter eingesetzt. Dazu kommt mineralisches Titandioxid.
Offizielles UVA-Zeichen
Ja.
Grundlage / weitere Wirkstoffe
Dieses Produkt besteht in der Hauptsache aus Wasser, Lichtschutzfiltern und dem Feuchtigkeitsspender Glycerin.
• Ab Triethanolamine an 13. Stelle der INCI-Liste folgen nur noch Zutaten, die in geringer Menge eingesetzt werden. Dazu gehören Silikone und – positiv zu bewerten – etwas Sheabutter, Macadamianussöl, die Antioxidantien Vitamin-A-Palmitat und Vitamin E.
• Zu den bedenklichen Inhaltsstoffen gehören Triethanolamine, das gefährliche Nitrosamine bilden kann, und das Antioxidanz BHT. Disodium EDTA ist ein sehr umweltbelastender Hilfsstoff.
Konservierung
Konserviert mit einem harten Konservierungsmittel, der hologenorganischen Verbindung Chlorphenesin.
Bio-Qualität
Keine.
Der richtige Umgang mit der Sonne & mit Sonnenschutzmitteln
Eigentlich ist die Haut von Natur aus gut auf Sonnenlicht vorbereitet – sofern wir ihr eine Chance geben, diese natürlichen Schutzmechanismen zu entfalten. Sie verhindern, dass schädigende Strahlen in tiefe Hautschichten gelangen und fördern eine gesunde Farbe. Wer seine Haut vom Frühjahr an langsam an die Sonne gewöhnt, betreibt eine wirkungsvolle Prophylaxe.
Der Selbstschutz der Haut
Der Körper legt sich als Sonnenschutz eine „dicke Haut“, eine Hornschicht, zu. Das gelingt jedoch nicht, wenn nach langer sonnenloser Zeit plötzlich ein ausgedehntes Sonnenbad genommen wird. Die Haut braucht Zeit, um den Schutzmantel aufzubauen. Darum sollten die Sonnenbäder anfangs nur kurz sein.
Die Haut wehrt UV-Licht durch eine verstärkte Bildung von Melanin ab, den braunen Farbstoff der Haut. Aber auch die Melaninbildung dauert ihre Zeit: bei Menschen mit sehr heller Haut länger als bei dunkelhäutigeren, südländischen Menschen.
Als einzige schnelle Waffe gegen zu viel Licht produziert die Haut Urokaninsäure. Dieser schützende Oberflächenfilm hilft bei geringerer Sonnenbestrahlung und trockener Haut, aber nicht bei einem Badeurlaub, wo er dauernd im Wasser abgewaschen wird.
Haben wir zu viel Sonne getankt, macht sich die Haut daran, die Lichtschäden zu reparieren. Erst wenn eine Überdosis Sonne auch diese Anstrengungen zunichte macht, ist es mit dem natürlichen Lichtschutz vorbei: Der Sonnenanbeter bekommt einen Sonnenbrand.
1/2 Flasche Sonnenschutzmittel für wenige Stunden Schutz
Bei der Bestimmung des Lichtschutzfaktors wird dick aufgetragen: 2 mg pro Quadratzentimeter. Tatsächlich tragen Verbraucher, wenn sie sich eincremen, aber nur 0,5 bis bestenfalls 1 mg pro Quadratzentimeter Hautfläche auf. Um den Schutz, den der Lichtschutzfaktor bieten kann, zu erreichen, müsste also viermal bis doppelt soviel aufgetragen werden, wie normalerweise aufgetragen wird.
Durch den geringeren Auftrag verringert sich die Schutzwirkung massiv. Um Hautschäden zu vermeiden, sollte sie darum nur zu 50% bis 60% ausgeschöpft werden.
Das heißt bei einem Faktor 20: 50% bis 60% von 200 Minuten = 120 Minuten/2 Stunden.
Nachzucremen ist durchaus sinnvoll. Die Schutzzeit wird dadurch aber nicht verlängert! Wenn Sie durch das erste Eincremen einen zweistündigen Schutz hatten, bleibt es bei diesen zwei Stunden, auch wenn zwischendurch nachgecremt wurde.
Die Sonne richtig und in Maßen genießen
Starke Mittagssonne meiden, Hut, leichte Kleidung und Sonnenbrille tragen und in den Schatten gehen, wenn es zu viel wird.
Ungeschützte Hautstellen gut eincremen. Kinder, vor allem Kleinkinder und Bays, müssen besonders gut geschützt werden.
Babys und kleine Kinder nicht nackt der Sonne aussetzen. Wenn sie in der Sonne spielen, sollte möglichst viel Haut mit Kleidung bedeckt sein.