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  Kosmetika: Die aktuellen Themen  
 
April 2012
März 2012
 
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Falsche Ernährung Mitschuld an Depressionen?

© Yanyko - Fotolia.comNach dem Suizid des deutschen Nationaltorwarts Robert Enke ist das Thema Depression in aller Munde. Forscher fanden nun heraus, dass die Ernährung eine Rolle spielen könnte, ob eine Depression sich entwickelt und wie ausgeprägt diese erscheint, berichtet das ökologische Magazin MyLife aus dem Verlagshaus Burda.
Wissenschaftler des University College London haben Daten aus der Whitehall-II-Study ausgewertet und dabei vor allem das psychische Wohlbefinden und den individuellen Speiseplan von knapp 3.500 Probanden unter die Lupe genommen.
Tatsächlich habe sich die Hypothese der Wissenschaftler bestätigt, dass stark verarbeitete Lebensmittel nicht nur für die körperliche, sondern auch für die psychische Gesundheit ungünstig sind. Probanden, die sich über Jahre hinweg vorwiegend mit Fertigfleischgerichten, Wurst, aber auch Süßigkeiten, frittierten Speisen und weißem Mehl ernährten, hatten ein höheres Risiko für Depressionen als solche, die vor allem Frischkost wie Gemüse, Obst und Fisch bevorzugten.

 

Bio-Schwindel bei Kosmetik

Am 5. November 2009 hat der nationale Rat für Bio-Richtlinien (National Organic Standards Board) beim US-Landwirtschaftsministerium eine Empfehlung herausgegeben, um das Problem des Etikettenschwindels bei Bio-Körperpflegemitteln zu lösen.
Die Empfehlung drängt die Verantwortlichen für das National Organic Program (NOP) dazu sicherzustellen, dass der Begriff Bio bei Körperpflegeprodukten nur verwendet werden darf, wenn eine unabhängige Kontrolle überprüft hat, ob er – nach den US-Richtlinien – zu Recht verwendet wird. Derzeit, so geht aus der Stellungnahme hervor, stehen Körperpflegemittel in den Regalen, die zwar mit Bio gekennzeichnet seien, jedoch keinen eindeutigen Standards zuzuordnen wären oder einen Bio-Nachweis aufzuweisen hätten.
Dass mit Begriffen wie „Bio“ oder „Natural“ Schindluder getrieben wird, ist nicht nur in den USA ein Problem. Es werden sogar ganze Produktlinien mit Hinweisen wie „Natural“ auf den Markt gebracht, die nichts anderes als konventionelle Kosmetik sind.

 

Melvita eröffnet weltweit Boutiquen

Wie der „Biofach-Newsletter“ meldet, will das französische Naturkosmetikunternehmen Melvita – mit Unterstützung von L'Occitane – in Deutschland einige Naturkosmetikgeschäfte eröffnen. Das erste wird im kommenden Frühjahr in Karlsruhe an den Start gehen.
Melvita wurde vor über 25 Jahren in der Nähe der Ardèche gegründet. Im Juni 2008 ist der Gründer und Inhaber, Bernard Chevilliat, eine Partnerschaft mit L’Occitane eingegangen. Bei L’Occitane ist er im Bereich Forschung und Entwicklung beratend tätig.
Melvita stellt inzwischen 250 Artikel her, die in rund 2000 Naturkost- und Reformhäusern in Frankreich sowie in 500 Apotheken verkauft werden. In Südfrankreich gibt es bereits drei Melvita-Geschäfte. In Zagreb konnten im April 2009 und in Slowenien im Juni weitere Fachgeschäfte, erstmals im Ausland, eröffnet werden. Nach Hongkong und Istanbul sollen 2010 auch in den In USA Melvita-Boutiquen eröffnet werden.

 

Schönheitspflege & Klimaschutz:
Preis für andalusisches Bio-Olivenöl für CO2-Fußabdruck

Wie sehr belastet eigentlich die Kosmetikindustrie das Klima und welchen Beitrag leistet sie zur Verhinderung einer Klima-Katastrophe? Diese Fragen wurden noch kaum gestellt. Nun geht eine spanische Ölmühle voran und verdiente sich damit einen Preis. Der Verein Junger Unternehmer (AJE) aus Córdoba hat der Firma Alcubilla 2000 ausgezeichnet, weil sie als erste und einzige spanische Ölmühle feststellen und verifizieren lässt, wie es um die CO2-Emissionen bei Herstellung und Transport bestellt ist. Dies wird auf der Verpackung der 1l-Glasflasche des ökologischen, nativen Olivenöls Extra 'LUQUE' angegeben.
Das Projekt „CO2-verfiziert“ wurde vom „Verein ökologisch erzeugender Unternehmen aus Andalusien“ (EPEA) gegründet. Die gemessenen CO2-Emissionen werden von unabhängiger Seite verifiziert. Außerdem verpflichten sich die beteiligten Unternehmen, die Emissionen zu verringern und die Verbraucher weiterhin zu informieren. Alcubilla 2000, mit Sitz in der Provinz Cordoba, presst ausschließlich Öko-Oliven. 56% der Produktion werden exportiert, vor allem in die USA, nach Japan, Frankreich, Italien und Norwegen.

November 2009

Chemie-Cocktails bedeuten ein Risiko für Männer

Eine neue Untersuchung, meldet der Biofach-Newsletter, zeigt, dass eine Mixtur verschiedener Chemikalien schädlicher ist als bisher angenommen. „Forscher fanden heraus, dass die normale Reproduktionsentwicklung männlicher Nachkommen von Ratten gestört war durch eine bestimmte Mixtur von Chemikalien, die in Nahrung, Waren und der Umwelt gefunden wurden. Die Untersuchung bestätigt den schlechten Zustand der gültigen Pestizid-Vorschrift, wonach die Komponenten nur einzeln und nicht in ihrer Auswirkung als Mischung getestet werden.“
Ich weise in meinen Büchern schon lange darauf hin, dass der „Cocktaileffekt“ von Kosmetik-Chemikalien dringend untersucht werden muss – weil er ein großes Problem darstellen kann. Das gilt vor allem für hochreaktive Kosmetik-Chemikalien.

 

EU-Kommission: 50 Millionen für Alternativen zu Tierversuchen

Nun endlich soll das Geld auch fließen! Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, will die EU nunmehr 50 Mio. Euro zur Verfügung stellen, um wissenschaftliche Sicherheitstests für Kosmetika zu entwickeln, die zuverlässiger, schneller und billiger sind als Tierversuche.
Das Ziel ist, Tierversuche in der Forschung zu vermeiden und die Sicherheit der Produkte für die Verbraucher zu erhöhen.

 

Andrea HaselohNaturkosmetikumsatz 2010 bei 2 Mrd. Euro

Wie der Branchenspezialist Organic Monitor meldet, steigt der Umsatz von Bio- und Naturkosmetikprodukten in Europa weiterhin deutlich. Für dieses Jahr wird prognostiziert, dass die Umsatzerlöse um 13 % auf 1,7 Mrd. Euro steigen und im Jahr 2010 auf annähernd 2 Mrd. Euro. Die Finanzkrise hat zwar die Umsatzzahlen beeinflusst, aber nicht in entscheidendem Maße.
Am meisten durch die Rezession betroffen war der Markt in Großbritannien. Dort schrumpfte das Wachstum von 16 % im Jahr 2008 auf 8 % im Jahr 2009. In anderen Ländern setzte Naturkosmetik seinen Erfolg unvermindert fort.
Der Marktanteil am Gesamtumsatz von Kosmetik liegt bei 3 % in Europa und bei 4 % in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

 

Frankreich: Im Jahr 2012 6% Bio-Landwirtschaft

Nach dem Anfang August in Frankreich verabschiedeten Gesetz Loi Grenelle soll die Bio-Landwirtschaft ausgeweitet werden. Artikel 31 gibt klare Ziele für den französischen Bio-Landbau vor:

  • Bereits 2012 sollen 6 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche unter ökologischen Bedingungen bestellt werden; 2020 sollen es sogar 20 % sein. Als konkrete Fördermaßnahme wurde die Verdopplung des Förderhöchstsatzes für Bio-Betriebe beschlossen.
  • Auch die Norwegische Regierung will auf mehr Bio-Landwirtschaft hinwirken. Sie möchte bis zum Jahr 2015 einen Bio-Anteil in der Landwirtschaft und beim Verbrauch von 15 % erzielen. Als Teil des Planes werden nun auch einige Einheiten des norwegischen Militärs im Rahmen eines Pilotprojekts mit Bio-Essen versorgt.

Gentechnisch veränderter Leinsamen

Die deutsche Landwirtschaftsministerin Aigner hat die EU-Kommission aufgefordert unverzüglich dagegen vorzugehen, dass gentechnisch veränderter Leinsamen in der EU in den Verkehr gebracht wird.

 

Küchenkräuter als biologische Insektenvernichtungsmittel

In den USA fanden Wissenschaftler heraus, dass aus Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Nelken und Minze umweltfreundliche Pflanzenschutzmittel hergestellt werden können. Im Zuge eines steigenden Interesses an ökologisch erzeugtem Obst und Gemüse könnten solche Gewürzarten eine neue Waffe im Öko-Landbau gegen lästige Insekten sein.






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