Toppic
toppicbutton
 
1 1 1
 

INCI-SUCHE

 
1 1 1
1 1 1
 

Konservierung

 
1 1 1
1 1 1
 

Mögliche Fehler
(bei der INCI-Suche)

 
1 1 1

 

 
Was bedeutet Risikosubstanzen?
Dass Kosmetika unerwünschte Nebenwirkungen haben können, ist eine Tatsache. In welchem Umfang sie auftreten, ist eine schwer zu beantwortende Frage. Die Toxikologie ist die Schlüsseldisziplin, um Stoffe zu beurteilen. Aber wann ist eine Substanz als schädlich einzustufen? Der Meinungsstreit entzündet sich oft an der Frage, wann reagiert werden soll: Erst wenn eindeutig nachgewiesen ist, dass ein Stoff z. B. Krebs erregend ist oder bereits früher – wenn es Anzeichen dafür gibt, dass er es sein könnte? Da es oft Jahre dauert, bis wissenschaftliche Studien abgeschlossen sind, unterstützt dieses Buch den Standpunkt „im Zweifel für die Sicherheit“. Die Vergangenheit hat oft genug gezeigt, dass ein Anfangsverdacht in die traurige Gewissheit der Schädlichkeit mündete.
     

Azofarbstoffe
Farben sind bei dekorativer Kosmetik der Schlüssel zum Verkaufserfolg. Sie sollen strahlend leuchten, und das geht leider oft zu Lasten der Gesundheit. Dass naturkosmetische Produkte beim Wettlauf um immer wieder andere tolle Modefarben nur bedingt mithalten können und andere Farbwege gehen, hat einen guten Grund: Die Hersteller verzichten auf die zahlenmäßig größte Gruppe unter den Farben – die Azofarbstoffe.
Azopigmente werden synthetisch hergestellt, haben intensive Farbtöne – und sind toxikologisch bedenklich. So liegen zu 25 der in Europa erlaubten Farbstoffe Untersuchungen vor, die nachweisen, das diese Farben durch die Haut gehen, die Leber schädigen und Anilin abspalten können. Die Anilinabspaltung ist ebenso kritisch zu bewerten wie die Bildung von Nitrosaminen. Und das heißt nichts anderes als dass einige Azofarbstoffe unter Krebsverdacht stehen. Dass sie Allergien auslösen können, ist belegt, besonders bei Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegen Aspirin (Actylsalicylsäure).

 

BHT und BHA
BHT (Butylhydroxytoluol) und BHA (Butylhydroxyanisol) werden noch immer in einer Reihe lipophiler (öliger) Rohstoffe als Antioxidanzien, als Mittel gegen das Ranzigwerden, eingesetzt. Das deutsche Verbrauchermagazin Öko-Test stellt zu BHT und BHA fest: „Im Tierversuch traten Veränderungen am Immunsystem und Blutbild, an der Schilddrüse und der Leber auf. Beide Stoffe reichern sich im menschlichen Gewebe an und gelangen in den Fötus. Sie sind als allergieauslösend bekannt.“ Da BHA und BHT problemlos durch das natürliche Antioxidanz Tocopherol (Vitamin E) zu ersetzen wären, besteht keinerlei Grund, sie noch zu verwenden.

 

Halogenorganische Verbindungen
Konservierungsmittel sind größtenteils halogenierte Stoffe. Das bedeutet: Sie haben irgendwo am Molekül Chlor, Brom oder Jod hängen. Wenn sich bei der chemischen Analyse eines Produkts Halogene finden, dann – so der Rückschluss – wegen der synthetischen Konservierungsmittel. Halogenorganische Verbindungen kommen auch in der Natur vor. Unproblematisch sind sie deswegen nicht. Halogenierte Stoffe haben ein beträchtliches Allergiepotential, sind reaktiv und können sich, wenn sie ins Gewebe gelangen, zersetzen, anlagern und Schädigungen hervorrufen.

 

Formaldehyd und Formaldehydabspalter


Formaldehyd: Im Juni 2004 teilte die IACR (International Agency for Research on Cancer) mit, dass 26 Wissenschaftler aus 10 Ländern zu dem Schluss gekommen seien, Formaldehyd sei krebserregend für Menschen. Im Juni 2006 meldet das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung: „Krebserregende Wirkung von eingeatmetem Formaldehyd hinreichend belegt”. Dem wurde bereits dadurch Rechnung getragen, dass Formaldehyd in Aerosolen (Sprays) nicht mehr eingesetzt werden darf. Ansonsten ist Formaldehyd in Mundpflegemitteln bis 0,10% (1000 ppm), in anderen kosmetischen Produkten bis 0,20% (2000 ppm) erlaubt. Unverzichtbar für die Industrie ist Formaldehyd noch immer in konventionellen Nagelhärtern. Da steht kein Mittel zur Verfügung, um ihn gleichwertig zu ersetzen. Der deutsche IKW (Industrieverband Körperpflege und Waschmittel) ist alarmiert und bereitet seine Mitglieder auf eine mögliche Neueinstufung von Formaldehyd im Chemikalienrecht vor. Er stellt im Juni 2006 fest: „Sollte im Chemikalienrecht also eine Einstufung als Kat. 1- oder Kat. 2-Karzinogen erfolgen, so wird Formaldehyd formal für die Kosmetik verboten werden. Es war aus den Vorträgen auch ersichtlich, dass man von Seiten der Behörde derzeit bereit ist, einen Unterschied zwischen Formaldehyd und den Formaldehydabspaltern zu machen, d.h. Abspalter würden voraussichtlich nicht direkt von einer Regelung zu Formaldehyd erfasst.”


Formaldehydabspalter: Formaldehydabspalter wie zum Beispiel DMDM Hydantoin tauchten als Ersatzstoffe für Formaldehyd auf. Sie setzen unter bestimmten Umständen, z. B. bei längerem Kontakt mit Wasser, Formaldehyd frei. Formaldehydabspalter werden als Konservierungsmittel in Kosmetikprodukten jeder Art eingesetzt. Sollen sie wie Formaldehyd pur behandelt werden oder nicht? Formaldehydabspaltung kommt auch in der Natur vor. Bei gelagertem Fisch rührt Formaldehyd zum Beispiel aus der enzymatischen Abspaltung aus fischeigenem Trimethylaminoxid her. Bei manchem Gemüse wie Tomaten, Blumenkohl, grüne Zwiebeln, Spinat liegen die Formaldehydgehalte bei 3-60 ppm. Welche Schlüsse sind daraus zu ziehen? Zur Gefährlichkeit von Formaldehyd liegen viele Daten vor. Aussagen zur Unbedenklichkeit von Formaldehyd durch Formaldehydabspaltung basieren weitgehend auf Ableitungen und Vermutungen.
Kein Verbraucher weiß, wenn er ein mit Formaldehydabspaltern konserviertes Produkt kauft, wieviel Formaldehyd es enthält. Nicht alle Formaldehydabspalter spalten gleich viel Formaldehyd ab. Bei dem einen ist es weniger, bei anderen mehr. Zigarettenrauch setzt zum Beispiel 57 bis 115 ppm Formaldehyd frei. Damit andere diesen Rauch nicht einatmen, gibt es einen Nichtraucherschutz. Und auf Zigarettenverpackungen wird vor gesundheitlichen Gefährdungen gewarnt. Zum Vergleich: In Mundpflegemittel, die auch leicht mal verschluckt werden, ist Formaldehyd bis1000 ppm erlaubt, in anderen kosmetischen Produkten bis 2000 ppm.
Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse zu purem Formaldehyd ist ein pauschaler „Freispruch“ für Formaldehyabspalter nicht zu vertreten. Ist die in einem kosmetitschen Produkt enthaltene Dosis tatsächlich minimal (in der Größenordnung wie bei manchem Lebensmittel)? Oder ist sie höher? Der Verbraucher weiß nicht, mit welcher Menge Formaldehyd er es zu tun bekommt.

 

Nitrosamine
Wenn Stoffe miteinander reagieren und Nitrosamine bilden – zum Beispiel beim Grillen, wenn Fett auf die Kohle trifft –, entsteht eine gefährliche, potentiell krebserregende Folgekette. In kosmetischen Produkten können Nitrosamine entstehen, wenn zum Beispiel Triethanolamin und bestimmte nitrosierende Konservierungsmittel gleichzeitig eingesetzt werden. Einzelne Rohstoffe können auch durch Nitrosamine verunreinigt sein.
Wegen der Gefährlichkeit von Nitrosaminen sollten Kosmetika frei sein von Inhaltsstoffen, bei denen auch nur die Gefahr der Nitrosaminbildung besteht. Schon aus diesem Grund ist der Verzicht auf halogenierte Stoffe als Konservierungsmittel ein Stück zusätzlicher Verbrauchersicherheit.

 

Synthetische Aluminiumverbindungen
Aluminium in Deos, das ist gefährlich – diese Information haben viele Menschen gespeichert und lehnen alle Produkte ab, die Aluminium enthalten. Doch die in Naturkosmetika eingesetzten Aluminiumoxide und Aluminiumhydroxide unterscheiden sich signifikant von synthetischen Substanzen mit Namen wie Aluminium Chloride oder Aluminiumchlorhydrate.
Die in zahlreichen konventionellen Deo-Produkte verwendeten Aluminium-Chlor-Komplexe und Sulfate verhindern durch eine Abdichtung der Poren, dass Schweiß an die Oberfläche gelangen kann. Da sie das auf ziemlich aggressive Weise tun, können entzündliche Reaktionen und eine Beschädigung der Schweißdrüsen die Folge sein.

 

Synthetische Lichtschutzfilter
Zugelassen sind nach der Kosmetikverordnung nur eine bestimmte Anzahl von Mitteln, und für jedes einzelne sind Höchstmengen vorgeschrieben. Bei manchen Lichtschutzfiltern, z. B. Oxybenzone, reicht es nicht, sie in der INCI-Deklaration aufzulisten. Nötig ist ein zusätzlicher warnender Hinweis, z. B.: »Enthält Oxybenzone«.
Zahlreiche Lichtschutzfilter haben ein beachtliches Problempotential, denn die Filterfunktion beruht darauf, dass Moleküle einen bestimmten Wellenbereich aufnehmen. Das geht nicht spurlos an ihnen vorbei: Sie werden dadurch verändert. Es können neue Molekülverbindungen entstehen, die ein stark allergisierendes Potential haben oder zu phototoxischen Reaktionen führen – also durch Licht oder durch hauteigene Enzyme instabil werden. Ein Beispiel dafür ist Octyldimethyl PABA. Dieser Lichtschutzfilter war lange im Einsatz und wurde 2007 verboten.
Korallensterben durch Lichtschutzfilter: Bereits 2003 legten Margret Schlumpf, W. Lichtensteiger und H. Frei (Hrsg.) mit ihrem Buch »Kosmetika, Wirkungen und Umweltverhalten von synthetischen Parfümstoffen und UV-Filtern« (Verlag Kind und Umwelt, 2003) umfangreiche Untersuchungen zu den Auswirkungen des massenhaften Einsatzes von synthetischen Lichtschutzfiltern vor. Danach sind wir ihnen gleich doppelt ausgesetzt – über die Haut und über die Nahrungskette, „da diese zumeist fettfreundlichen Verbindungen sich in fetthaltigen Nahrungsmittel, z. B. in Fischen, und in der Humanmilch anreichern.“
Eine erschreckende Schadensdimension beschreiben neue Untersuchungen von Meeresbiologen, die Anfang 2008 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die Wissenschaftler der Polytechnischen Universität in Ancona, Italien, kommen zu einem klaren Schluss: Sonnencremes mit synthetischen Lichtschutzfiltern gefährden weltweit die Korallenriffe. Den Anstoß zur Untersuchung der Auswirkungen von Sonnenschutzmitteln gaben Beobachtungen in Mexiko: In den abgeschlossenen Meerespools vor der Halbinsel Yucatan, die stark von Urlaubern frequentiert sind, kam es zu einer hohen Mortalität aller Lebewesen.
Die Ergebnisse sind alarmierend. Danach führen schon 10 Mikroliter Sonnencreme auf einen Liter Meerwasser dazu, dass Korallen innerhalb von nur vier Tagen komplett ihre Farbe verlieren und bleich werden. Als besonders problematisch werden die chemischen Lichtschutzfilter Ethylhexyl Methoxycinnamate, Benzophenone-3 und -4 sowie Methylbenzylidene Camphor eingeschätzt. Alles Lichtschutzfilter, die auch wegen ihrer hormonellen Wirkung unter Verdacht stehen. Die abschließende Schlussforgerung der Wissenschaftler: Sonnenschutzmittel tragen weltweit in beträchtlichem Ausmaß zur Zerstörung wichtiger und wunderbarer Ökosyteme bei.

 

 

Umweltbelastende Kosmetik-Rohstoffe
Sind kosmetische Inhaltsstoffe, die „nur“ die Umwelt belasten, weniger problematisch als solche, die als gesundheitsbelastend und -gefährdend einzustufen sind? Nein, denn die Auswirkungen der Umweltbelastungen gefährden auch Tiere und Menschen.
Stoffe, die in Kläranlagen nicht abgebaut werden können oder die direkt in die Natur gelangen, machen sich selbstständig. Welchen Weg sie nehmen und was sie anrichten, ist weitestgehend unbekannt. Sie können zum Beispiel im Trinkwasser landen und auf diesem Weg beim Menschen ankommen. Sie können auch von Tieren, zum Beispiel von Fischen aufgenommen und über die Nahrungskette vom Menschen aufgenommen werden. Es sind nicht zuletzt diese unberechenbaren Faktoren, die zu einer wachsenden Skepsis gegenüber Substanzen beitragen, die nicht biologisch abbaubar sind.

 

EDTA
EDTA (Ethylene-Diamino-Tetra-Acetate) war und ist immer noch sehr beliebt, weil es ein guter Komplexbildner ist. Doch EDTA wie auch der Ersatzstoff Editronic Acid reichern sich an und sind sehr schlecht abbaubar. Der Grund: Die Wechselwirkungen von EDTA mit Schwermetallen, Härtebildnern oder Mikronährstoffen. Da EDTA in Kläranlagen nicht abgebaut wird, gelangt es – zusammen mit den Schwermetallen, die es bindet – in die Gewässer. Da EDTA bereits bereits im Abwasser (Kläranlage) als Schwermetallkomplex vorhanden ist, findet auch im freien Gewässer kein Abbau statt. EDTA-Eisen-Komplexe können jedoch bei Lichteinwirkung im Oberflächengewässer abgebaut werden. Dieser Abbau führt zu Abbauprodukten, die nicht bekannte und möglicherweise beträchtliche Umweltrisiken darstellen.
EDTA fördert oder hemmt in Gewässern zudem die Algenbildung und kann ins Trinkwasser gelangen, da es auch durch Aktivkohlefilter nicht aufzuhalten ist. Welche Gefährdung Trinkwasser, das mit EDTA-Schwermetallkomplexen belastet ist, für den Menschen bedeuten, ist ebenso wenig untersucht wie zahlreiche andere Folgen von Umweltbelastungen.
Zu erkennen ist EDTA in der INCI-Deklaration daran, dass die Buchstaben EDTA auftauchen, zumeist in Verbindung mit einem weiteren Wort wie Tetrasodium EDTA.

 

VOC
VOC steht für volatile organic compounds. Die von Menschen zu verantwortende Umweltbelastung durch VOC ist in den letzten Jahren stark angestiegen, z. B. durch den Verkehr oder durch Bau-Chemikalien wie Farben oder Klebstoffe. Einige der vielen VOC sind als hochgiftig und kanzerogen eingestuft, andere, wie Ethanol für Kosmetika, sind ungefährlich.

 

Quats und Polyquats
Die klassischen Quats sind das CTAC (Cetyltrimethylammoniumchlorid) sowie DSDMAC (Quaternium 5). Alle einfachen Quats sind nicht biologisch abbaubar und haben größtenteils eine leicht hautreizende, irritierende Wirkung. Das Gleiche gilt für Polyquats (Polyquaternium plus eine Zahl). Das sind komplexe Verbindungen mit quaternären Ammoniumsalzen als Zentralmolekül.
Solche Polyquats werden eingesetzt, weil Polykationen besser an der Haaroberfläche haften als einfache Kationen. Sie enthalten oft natürliche Bestandteile wie z. B. Polyquaternium 4 oder 10, beides komplexe Verbindungen mit dem natürlichen Bestandteil Zellulose. Die natürlichen Anteile können in der Regel auch biologisch abgebaut werden, das Zentralmolekül jedoch nicht.
Quats (quarternäre Ammoniumverbindungen; INCI: Quaternium plus eine Zahl) werden als Antistatika in Haarpflegemitteln eingesetzt, um eine elektrische Aufladung der Haare zu vermeiden und um die Kämmbarkeit zu verbessern.

 

Silikone
Sind Silikone abbaubar oder nicht, reichern sie sich in der Umwelt an? Darüber streiten die Experten. Überzeugend sind die Argumente der Silikon-Verteidiger nicht. Es wird darauf verwiesen, dass Silikone, die in die Kläranlage gelangen, verdampfen oder sich an kleine Partikel im Wasser anheften, die in den Klärschlamm gelangen. Dieser Klärschlamm wird verbrannt, deponiert oder auf Felder gebracht.
Selbst wenn es richtig ist, dass die Verdampfung von Silikonen und die Verbrennung silikonhaltigen Klärschlamms keinen Einfluss auf den Treibhauseffekt hat, sind die Folgen des massenhaften Einsatzes von Silikonen nach wie vor ungeklärt.
Was passiert im Boden mit ihnen? Im Boden werden Silikone nur abgebaut, wenn der Boden ausgetrocknet ist. Ist er dauerhaft feucht, findet kein Abbau statt. In Regionen ohne Kläranlagen (das ist der weitaus größte Teil der Welt!) gelangen sie zum Beispiel in Seen und Flüsse, wo sie nicht abgebaut werden. Welche Probleme daraus für die Natur, die Tiere und den Menschen resultieren, ist nach wie vor nicht absehbar.

 

Acrylate
Dünnflüssig sollen weder ein Shampoo noch eine Creme sein. Damit ein kosmetisches Produkt so fließt, wie wir es gewohnt sind, werden Quellstoffe eingesetzt. Man könnte dafür natürliche Substanzen wie Alginsäure, Stärke oder mineralisches Bentonit nehmen, doch die konventionelle Kosmetikindustrie setzt vor allem auf die umweltbelastenden Acrylate. Natürliche Quellmittel können nämlich den Nachteil haben, dass sie - zum Beispiel bei zu hoher Dosierung in einer Creme - auf der Haut einen Film bilden, den man abrubbeln kann. Acrylate dagegen machen sich nicht nachteilig bemerkbar. Sie können aber die Poren der Haut verschließen.

 

Synthetische Moschusverbindungen
Zu den Chemikalien, die seit Jahren im Kreuzfeuer der Kritik stehen, gehören die synthetischen Moschusverbindungen. Echter Moschus ist ein Produkt der Natur, ein Duftstoff, mit dem Moschushirsche während der Brunftzeit die Weibchen anlocken. Der duftende Lockruf stieg auch Parfumkreateuren verführerisch in die Nase. Die echten Hirsche müssen für die Gewinnung von Moschus ihr Leben lassen. Natürlicher Moschus ist darum aus Tier- und Artenschutzgründen abzulehnen.
Als Ersatz bot die Duftstoffindustrie zahlreiche aromatische Nitromoschusverbindungen wie Moschus Xylol, Moschus Ambrette, Moschus Keton, Moschus Mosken oder polyzyklische Moschusverbindungen wie Galaxolid, Cashmeran und Celestolid an. Doch zu den Ersatzstoffen liegen seit Jahren alarmierende Daten vor. Sie zeigen, dass sich zumindest einige der künstlichen Duftstoffe im Gewebe anreichern, da sie über ein hohes „Bioakkumulationspotential“ verfügen.
• Moschus Xylol wurde in der Muttermilch nachwiesen und führte im Tierversuch mit Ratten zur Schädigung des Nervensystems und bei männlichen Ratten zu krankhaften Veränderungen des Hodens.
• Nach jahrelangen Debatten über die Risikobewertung der Moschus-Duftstoffe dürfen Moschus Ambrette, Moschus Mosken und Moschus Tibeten nicht mehr in Kosmetika eingesetzt werden.
• Für Moschus Xylol und Moschus Keton wurden bei kosmetischen Mitteln Grenzwerte eingeführt. Vom Tisch ist das Thema Moschus damit nicht. Es bleiben viele Fragen offen, auch die nach der Langzeitwirkung von Moschusverbindungen. So sind die Auswirkungen auf Kleinkinder, die synthetische Moschusverbindungen über die Muttermilch aufnehmen, noch gar nicht untersucht.

 

PEG und PPG
Eine Gruppe von Inhaltsstoffen ist über die INCI-Deklaration sehr leicht zu erkennen: sie enthalten zum Beispiel die Buchstaben PEG oder PPG als Teil der INCI-Bezeichnung. Solche ethoxilierten Inhaltsstoffe sind aus Polyethylenglykol (PEG) und Polypropylenglykol (PPG) aufgebaut. Eingesetzt werden sie vor allem als Emulgatoren, aber auch als Gelgrundlage, Bindemittel oder Weichmacher. Sie können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe einschleusen.
Gewonnen werden PEG und PPG aus krebserregenden Ausgangsstoffen, die Kampfgase bilden können. Auch wenn heute mit modernen Reinigungsverfahren gearbeitet wird, um PEG ohne gefährliches freies Ethylenoxid herzustellen: Ethoxilierungen sind ein hartes chemisches Verfahren, eine hochexplosive Angelegenheit, die strengste Sicherheitsmaßnahmen erfordert.
Naturkosmetik lehnt ethoxilierte Rohstoffe ab, denn für einen guten Emulgator braucht man weder gefährliche Ausgangsprodukte noch einen Druckkessel für eine sichere Produktion.
Auch die Hydroxypropylierung ist ein hartes chemisches Verfahren. Per Hydroxypropylierung entstehen zum Beispiel Haar-Conditioner wie Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride. Die Hydroxypropylierung ist ein chemisches Verfahren, das der Ethoxilierung gleicht.

 

 

 

 


www.Kosmetik-Check.de | Impressum | Widerrufsrecht | Datenschutz | © Copyright 2009-2015 RS-Media UG (haftungsbeschränkt)